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Morgens halb sieben

Text/Musik: M. Freitag/M. Freitag, 2015

Morgens halb sieben

Ich spüre, wie sich das hässliche Geräusch des Weckers mehr und mehr in mein Bewusstsein bohrt. Ich höre ihn immer näher kommen und würde ihn am liebsten erschlagen. Aber - ich hab‘ keine Lust mich umzudrehen.


Morgens halb sieben hab‘ ich darauf einfach keinen Bock


Ich weiß, dass es draußen regnet und kalt ist. Das Leben ist hart und ungerecht. Und das Schlimmste am Leben ist morgens früh das Aufstehen. Wenn man denkt, man hat sich so eingerichtet und kommt eigentlich ganz gut zurecht - wie jetzt hier im Bett - tja: Das Leben ist Veränderung!


Morgens halb sieben hab‘ ich darauf einfach keinen Bock


Versuchen wir‘s mal so: Ich stelle mir vor, dass ein wunderschöner Tag auf mich wartet. Sonnenschein, blauer Himmel, ich bin umgeben von netten Menschen, die einfach nur so wie ich das Leben genießen wollen. Ein Cuba Libre in der einen, eine schöne Frau in der rechten Hand; tja, so ließe sich das aushalten! Aber: Da ist eine Schwelle zu überwinden - ich muss raus aus dem Bett.


Morgens halb sieben hab‘ ich darauf einfach keinen Bock


Ich halte fest: Auch mit psychologischen Tricks kriege ich das offensichtlich nicht hin. Es bleibt dabei, ich lasse den lieben Gott einen guten Mann sein, die Welt muss heute mal eben ohne mich auskommen. Ich bleibe einfach liegen.


Morgens halb sieben hab‘ ich darauf einfach keinen Bock


Ihr müsst jetzt alle ganz stark sein!

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